Freitag, 7. Februar 2014

Clipboard Calculator – Neue Version

Im Januar habe ich ein neues kleines Tool von mir vorgestellt, den Clipboard Calculator.

Von der Menge an Feedback und den Download Statistiken war ich sehr überrascht. Anscheinend haben viele von Euch auf genau so etwas nur gewartet.

Nun wurde es Zeit für eine erste kleine Erweiterung. Der Dialog wurde ein wenig vergrößert. Hinzugekommen ist eine Historisierungsfunktion für die errechneten Summen und um ein Feld, welches immer die Differenz zwischen dem aktuellen “großen” Wert und dem in der Listbox selektierten Wert ausgibt. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass sich damit Summen in Data Warehouse Entwicklungen usw. leichter mal schnell im Management Studio verproben lassen ohne immer alles aufzuschreiben oder weitere Tools zu bemühen.

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Die aktuelle Version findet Ihr als Download wieder am bekannten Ort.

Und wieder bin ich für Feedback dankbar. Als Nächstes kommt dann die Formatierung der Werte dran. Versprochen! 

Dienstag, 4. Februar 2014

In-Memory OLTP in SQL Server 2014 - Das Erlebnis (PASS Deutschland e.V. Treffen)

Am Donnerstag, den 13. Februar 2014, trifft sich wieder die Hamburger PASS Gruppe. Thema ist dieses Mal das für viele Kunden wohl spannendste Feature des SQL Server 2014, die In-Memory OLTP Funktion.

Hier der Abstract meiner Session:

“Der SQL Server 2014 steht als Major Release vor der Tür und für viele Kunden ist die In-Memory OLTP Technologie das wohl spannendste Feature. In dieser Session möchten wir die Gelegenheit geben sowohl einen ersten Einblick in die Technologie zu erhalten als auch die Geschwindigkeit live erleben zu können. Des Weiteren wird gezeigt, wie im eigenen Lab mit der CTP 2 erste  Beispiele getestet werden können, um ein Gefühl für die Möglichkeiten zu bekommen.

Diese Session spricht speziell sowohl Entwickler (Inhouse/ISVs) als auch Administratoren an. Das Thema ELT-Strecke wird ebenfalls bedient, daher auch für BI’ler sicherlich von Interesse. Vom technischen Level her darf auch gerne eine Kollegin/ein Kollege mit Budget Verantwortung mitgebracht werden.”

Das Treffen findet wieder ab 18:30 Uhr in der Microsoft Niederlassung Hamburg statt:

Microsoft Deutschland GmbH
Geschäftsstelle Hamburg
Gasstraße 6a
22761 Hamburg

Bitte meldet Euch vorher rechtzeitig unter rgv_hamburg@sqlpass.de an, weil wir aufgrund des Themas mit sehr vielen Interessierten rechnen. Vielen Dank!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Review und Reflektion meiner Data Warehouse Beiträge der letzten Jahre

2014 wird das Jahr der Jubiläen für mich. 20 Jahre eigene Firma, PSG Projekt Service – The SQL Server Company. 10 Jahre PASS Deutschland e.V. und das 100. PASS Treffen in Hamburg.

Da blickt man doch gerne mal zurück und schaut, was man so die letzten Jahre gemacht hat. Hier meine Reflektion meiner Blogposts zum Thema Data Warehouse. Einige davon sind laut den Statistiken zu echten Klassikern geworden und viele Kontakte sprechen mich heute noch auf diese an. Dauerbrenner ist natürlich das Mysterium des Repositorys in DWH/BI Projekten. Dazu habe ich auch international Vorträge gehalten.

Speziell die von mir vorgeschlagene Architektur eines Job Pools bzw. einer Job Queue für die automatische Skalierung von Aufgaben im Rahmen einer ETL/ELT-Strecke hat in vielen Projekten Anwendung gefunden und wurde über meine Vorträge auch außerhalb meines Kundenkreises in vielen Unternehmen adaptiert.

Vielleicht ist es mal an der Zeit einen Post zu verfassen, welcher die wichtigsten Designpunkte zusammenfasst, um eine entsprechende Führung in Projekten zu geben. Mal schauen.

Hier in chronologischer Reihenfolge die Blogposts zum Thema Data Warehouse Architektur. Jeweils mit einem Kommentar aus heutiger Sicht dazu.

2013 - SQL Server Data Warehouse – One Queue Pattern (OQP)
Für mich mittlerweile die Grundlage einer skalierbaren DWH Architektur.
Noch lesenswert? Definitiv ja!

2012 - SQL Server Data Warehouse - Ein erster Entwurf
Hier habe ich den Titel eventuell ungünstig gewählt. Es ging mir hier primär um die SQL Server Technologien, welche ein DWH ausmachen sollten.
Noch lesenswert? Auf jeden Fall, da vieles von dem am Anfang häufig ausgelassen wird.

2012 - SQL Server Data Warehouse - Mehr als nur SSIS !
Da hatte ich gerade mal wieder die Erfahrung gemacht, dass SSIS mit einem DWH verwechselt wird und dem Trend, dass DWHs bei der richtigen Auswahl eines BI Tools eigentlich total überflüssig sind.
Noch lesenswert? Leider ja.

2012 - Datenvirtualisierung vs. ETL / ELT Prozess
Ein weiteres Standort Statement zum Thema Datenvirtualisierung.
Noch lesenswert? Ja.

2012 - Datenvirtualisierung mit Master Data Services (und weiteren SQL Server Diensten) unterstützen
Das Thema Datenvirtualisierung war da gerade in einem Projekt Thema geworden bzw. das Verständnis dafür, da diese Disziplin eigentlich in jedes ernsthafte DWH gehört.
Noch lesenswert? Nur zu, ja!

2012 - Change Data Capture (CDC) mittels Metadaten Strukturen steuern
Eigentlich eine Einladung zu einem Vortrag von mir, dennoch der Hinweis, dass man doch bitte alle seine technischen Prozesse, wie zum Beispiel CDC, auch gern mittels eines mehrstufigen Repositorys steuern darf und vielleicht sogar sollte, um sich die Verwaltung bzw. die Beherrschbarkeit seiner Lösung zu vereinfachen.
Noch lesenswert? Nun ja, Thema ja, nur steht da in Summe wenig im Detail. Für mehr Informationen einfach fragen.

2011 - MERGE in T-SQL – Der unbekannte Befehl im BI Projekt für ELT
Grundlagen zum MERGE Befehl für ELT Skripte. Ein Klassiker!
Noch lesenswert? Natürlich!

2011 - MDXScript Service – Repository driven calculations
Ein kurzer Artikel, welcher aber eine sehr gute Idee skizziert, welche ich in einigen “komplexeren” Analysis Services Projekten verwende, um fast schon magische Dinge mit einem multidimensionalen Raum zu machen.
Noch lesenswert? Auf jeden Fall!

2011 - SSIS (Integration Services) – ETL vs. ELT Lösung?
Ein Klassiker aus vielen Meetings! Was ist ETL und ELT? Und warum sind wohl viele SSIS Lösungen eher ein ELT als ein “echtes” ETL? Und was ist gut oder schlecht daran? Es kommt eigentlich nur auf die bewusste Entscheidung in der Architektur an, dann ist alles gut!
Noch lesenswert? Definitiv Ja! Immer noch aktuell.

2011 - SSIS (Integration Services) als ETL Lösung – Entscheidungen vor dem Einsatz
Hier ging es mir um Grundlagen vor einem überstürzten Beginn einer Lösung mit den SSIS.
Noch lesenswert? Leider ja.

2011 - Landing Area (Zone) im SQL Server Data Warehouse
Ein Plädoyer für die Nutzung einer Landing Area/Zone im DWH bzw. ETL/ELT. Nenne das auch gern mal Stage-0.
Noch lesenswert? Klar! 

2011 - Der Presentation Layer im Allgemeinen und speziell in einem SQL Server Data Warehouse
Hier hatte ich ein paar Visualisierungen aus einem Proof-of-Concept wiederverwendet und mir Gedanken über die notwendige Abstraktion im DWH gemacht.
Noch lesenswert? Nicht wegen der Grafiken. Die Abstraktion ist immer noch wichtig!

2011 - Die reine Lehre vom SQL Server Data Warehouse Entwurf…
Okay, der Titel war eine gewollte Provokation. Dennoch ging es mir hier um die notwendige Granularität für ein DWH in Kontext eines SQL Server BI Projektes. Attribute stehen auch noch heute im Mittelpunkt meiner Architekturen.
Noch lesenswert? Sicherlich.

2011 - Meine Top 10 Ratschläge für komplexere SQL Server BI Projekte aus dem PASS Vortrag vom 9.3.2011 in Hamburg
Kurze Top 10 Liste für BI Projekte. Und ja, diese Ratschläge gebe ich heute noch genau in dieser Form.
Noch lesenswert? Klar.

2011 - Coaches’ Hell: Wie entwickle ich denn jetzt so ein Vorgehensmodell für Microsoft Business Intelligence Projekte?
Hier kam ich vom Vorgehensmodell zum Cube. Und dabei meinte ich eigentlich wieder mal das einzelne Attribute.
Noch lesenswert? Bedingt, dazu gab es zwischenzeitlich wesentlich bessere Vorträge von mir. Gut als Einstieg in Cube Räume.

2011 - Coaches’ Diary: Wie verwende ich SSIS & SSAS in Business Intelligence Projekten mit dem SQL Server denn nun wirklich richtig?
Und hier wieder das beliebte Thema: Wie macht man es denn nun richtig?
Noch lesenswert? Sicher!

2011 - Wieder einmal das Repository… oder auch Repository driven BI / everything in SQL Server FAQ…
Hier ging es mir um meinen Liebling, das Repository. Und um DSL bzw. meine PSLs. Da ich häufig in Projekten mit einer großen Anzahl von Servern etc pp unterwegs bin, hat sich dieses Vorgehen bewährt. Steuerung von über 1000 SQL Servern wird sonst leicht “anstrengend” im Betrieb.
Noch lesenswert? Immer noch die Grundlage für viele Architekturen!

2010 - Nutzung eines Jobpools in Business Intelligence Umgebungen
Noch so ein Klassiker, welcher noch heute dabei ist. Der Jobpool für die Skalierung von Farmen mit SSIS und vergleichbaren Diensten.
Noch lesenswert? Auf jeden Fall!

2010 - Die verwendeten Spalten und Tabellen einer beliebig komplexen SQL Query ermitteln
Hier mal etwas technisches und dabei nützlich. Dieses Vorgehen kommt u.a. in vielen DWHs zum Einsatz, um die Hotspots für die Nutzung zu ermitteln. Für Analysis Services habe ich so etwas auch, bisher aber nicht publiziert.
Noch lesenswert? Für DWH Entwickler quasi Pflicht.

2010 - Überlegungen über den Aufbau eines Repositorys in einer Business Intelligence Umgebung
Das Repository hat mich schon immer begleitet als Thema.
Noch lesenswert? Für den Einstieg ja.

2010 - Reifegradmodelle im Projektmanagement
Und noch so ein Klassiker! Jedem DWH/BI Projekt sein Reifegradmodell. Allein schon für das Projekt Marketing unverzichtbar. Und noch heute stresse ich “meine” Studenten an der Hochschule, wenn ich meinen Betrag zum Kurs über Konzeptarbeit und Reifegrade gebe.
Noch lesenswert? Aber so etwas von!

-- Dann kam eine Phase mit sehr viel Client Entwicklungen. Mache ich heute auch noch, sprechen wir ein anderes Mal drüber. :-)

2005 - Und was ist nun ein Data Warehouse?
Das war der Versuch einer Definition zum Thema DWH. Nun ja.
Noch lesenswert? Nur für Leser, welche weder Inmon noch Kimball kennen.

2005 - Was ist eigentlich Business Intelligence?
Okay, das war mal kurz.
Noch lesenswert? Geht so, die Welt wurde seit 2005 nicht weniger kompliziert. Wer hat denn 2005 wirklich an Big Data gedacht…

Donnerstag, 9. Januar 2014

Clipboard Calculator

Gestern hat ein kleines Tool spontan das Licht der Welt erblickt, welches ich jetzt schon nicht mehr in meinem SQL Alltag missen möchte.

Kurz die Geschichte dazu: Auf dem gestrigen PASS Treffen in Hamburg habe ich einen Vortrag über die Grundlagen der sogenannten Fenster Funktionen im SQL Server 2012 gehalten. Das sind u.a. Aggregat Funktionen wie SUM mit der OVER Klausel. Da geht es dann um Summen, fortlaufende Summen usw. Das Ganze wird recht schnell recht zahlenlastig.

Ich möchte in diesem Post gar nicht weiter auf die Fenster Funktionen eingehen. Vielmehr möchte ich über Ergebnisse im SQL Server Management Studio schreiben.

Hier ein Beispiel für eine meiner Abfragen gestern. Die zweite Spalte enthält immer die Summe vom Salesamount der aktuellen Zeile und den zwei Zeilen davor.

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Um so etwas zu demonstrieren oder auch zu testen, kann man entweder Kopfrechnen üben oder, sofern vorhanden, die markierten Zellen kopieren und in ein Excel kopieren und dort addieren. Nicht immer sind die Aufgaben so übersichtlich wie in diesem Beispiel.

Mein Plan für Gestern war die Nutzung von Excel. Was ich als mehr oder weniger elegant empfand, dennoch war es ein Plan.

Nun war ich als Organisator und Sprecher ein wenig früher bei der Hamburger Microsoft Niederlassung angekommen, um den Raum und Beamer zu checken. Und als ich da so saß und alles geprüft war, bekam ich eine Idee für ein kleines Tool.

Und zwar sollte es doch überhaupt kein Problem sein den Inhalt der Zwischenablage aufzusummieren. Und zwar ohne Umweg. Idee war also, dass ich ein Ergebnis im SSMS in die Zwischenablage kopiere, zu meinem Tool wechsle und dort direkt, ohne ein Einfügen, der Inhalt der Zwischenablage ausgewertet bekomme.

Die verbleibenden 20 Minuten bis die ersten Teilnehmer kommen sollten, habe ich dann schnell genutzt, um einen ersten Prototypen meines Clipboard Calculator Tools zu schreiben. Und er funktionierte tatsächlich sofort und wurde in der gestrigen Session dann auch gleich mehrmals genutzt.

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So schaut das Tool aus. Keine Knöpfe, keine Optionen. Sobald zu dieser Windows Anwendung gewechselt wird, addiert es den Inhalt der Zwischenablage auf.

Auf Wunsch einiger Teilnehmer des Treffens, stelle ich die aktuelle Version des Clipboard Calculator Tools nun zur Verfügung. Es benötigt nur ein .net Framework 4.

Ideen für Erweiterungen habe ich schon einige. Sehr gerne nehme ich auch Anregungen von Euch entgegen.

Samstag, 9. November 2013

T-SQL Pivot für Entity–Attribute–Value (EAV) Tabellen

Ein Kunde hat mir vor ein paar Tagen seinen Kummer mitgeteilt, wie Anwendungsentwickler in einem Projekt mit sogenannten Named-Value bzw .Entity-Attribute-Value Tabellen und deren Abfrage umgegangen sind.

Bei einem EAV Modell werden die Werte nicht in expliziten Spalten persistiert, sondern über einen Attributschlüssel verwaltet. Mehr siehe im Link oben (interessant in diesem Link auch der Hinweis auf Sparse columns, wobei ich diese nicht als Alternative sehe!).

Gegen die Verwendung von EAV Modellen spricht eigentlich nichts. Ich selbst habe diese Form der Modellierung in einigen Projekten vorgeschlagen, wenn die Herausforderung danach verlangte. Man erkauft sich eine Menge Flexibilität im Datenmodell mit der Last, dass man dieses später wesentlich aufwendiger in der Pflege und Abfrage ist. Nun ja, irgendwas ist ja immer.

Sowohl in OLTP als auch in Data Warehouse Projekten trifft man also gern auf so etwas. Im Data Warehouse Umfeld finden wir diese Form der Modellierung für Fakten- als auch für Dimensionstabellen ab und wann im sogenannten Core Data Warehouse, um eine größere Flexibilität bei der Ausgestaltung der Geschäftsobjekte zu erreichen. Auch SCD2 Herausforderungen lassen sich so zum Teil eleganter lösen. Immer eine Frage der Anforderungen usw.

Wie bereits erwähnt, ist neben der Pflege (ein Fluch) die effektive Abfrage von EAV Tabellen eine Herausforderung. Was ich aber nicht für möglich gehalten hätte, sind die Abfrage Monstren, die beim Kunden entstanden sind, welche ich hier selbst als Anti-Pattern nicht verewigen möchte.

Daher hier kurz die Grundlagen, Links und ein Buchtipp zum selber lesen und weiterreichen, wie man mit solchen Tabellen umgehen kann.

Unsere Beispieltabelle ist recht schlicht aufgebaut. Wir haben drei Geschäftsobjekte (Entitäten), welche jeweils drei Attribute mit entsprechenden Werten haben:

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Ideal wäre es nun, wenn wir in einem Select einfach auf A1, A2 und A3 verweisen könnten. Die gute Nachricht ist, dass es dafür in T-SQL den PIVOT Operator gibt. Dieser ist nicht ganz intuitiv zu verwenden und häufig höre ich von Entwicklern, dass sie nicht die erhofften Ergebnisse bekommen, doch dazu gleich mehr.

Hier unsere Abfrage:

Das ist das Ergebnis:imagePerfekt! Alles gesagt, oder?

Häufig wird gesagt, dass der Pivot Operator nicht intuitiv ist. Stimmt! Woher weiß er zum Beispiel, dass in entityid unsere Entität steckt? ;-)

Ganz einfach: Weil sie im Statement nicht vorkommt! Verwirrend? Ja!

Und wozu die Aggregationsfunktion? In diesem Beispiel das MAX()? Dazu müssen wir uns mal die Frage stellen, was da im Hintergrund eigentlich passiert. Nämlich nichts anderes als ein Gruppieren. Und wonach gruppieren wir? Nach der Entität. 

Und die Aggregationsfunktion? Nun ja, der PIVOT Operator ist nicht nur für EAV Tabellen da, sondern auch, um wesentlich komplexere Aufgaben zu lösen. Dazu unten noch mehr. Zurück zum Gruppieren. Also es wird gruppiert, nach der Spalte, welche NICHT im Operator genutzt wird. Okay.

Nur was passiert, wenn unsere Tabelle eine weitere Spalte bekommt? Eigentlich stört so etwas eine SQL Abfrage ja nicht. Erweitern wir unsere Tabelle um einen Wert, welcher für uns erst mal völlig ohne Bedeutung sein sollte:

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Wieder nutzen wir die Query von oben und bekommen dieses Resultat:

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Autsch, was ist denn hier passiert?

Es wurde wieder gruppiert und zwar nach den SPALTEN, welche NICHT im PIVOT Operator vorkamen. Also nach: entityid und NewColumn. Das kann ja keiner wollen! Das heißt, dass durch die Erweiterung der Tabelle das Ergebnis geändert wurde. Um diesen Effekt zu verhindern, wird empfohlen die Source Tabelle nicht direkt anzusprechen, sondern über einen View, ein Subselect oder eine CTE.

Hier also eine modifizierte Version der Query von oben:

Und wir bekommen wieder das ursprüngliche Ergebnis zurück.

Der PIVOT Operator ist also ein wenig unhandlich im Alltag. Nun ist man aber nicht auf diesen angewiesen, um diese Funktionalität anzuwenden. Hier noch eine Alternative, welche durchaus ihren Charme hat aus dem Buch: Inside Microsoft SQL Server 2008: T-SQL Querying: T-SQL Querying:

Ich gehe auf den Mechanik der Logik im Hintergrund mal nicht tiefer ein und verweise auf das Buch. Nur ein Hinweis: Diese Variante ist immun gegenüber Veränderungen an der Source Tabelle! Und meine Erfahrung aus Coachings ist, dass viele Entwickler sich diese leichter “merken” können.

Noch mal zurück zum PIVOT Operator und der Aggregationsfunktion. Wie schon angedeutet, ist der Operator recht mächtig und kann für durchaus komplexere Abfragen genutzt werden.

Hier ein Beispiel direkt aus dem AdventureWorks Universum den BOL entnommen. http://technet.microsoft.com/de-de/library/ms177410(v=sql.105).aspx

Wir sehen auch gleich die Verwendung der Subquery im FROM. Als Aggregationsfunktion wird ein COUNT statt einem MAX verwendet. Wir sind die Belegköpfe, Mitarbeiter und Lieferanten mit jeweils ihrer Nummer enthalten.

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Unsere Query gruppiert nun nach der VendorID und zählt für explizit in den Spalten definierte Mitarbeiter durch, wie häufig wer bei welchem Lieferanten bestellt hat. Hier das Ergebnis der Query:

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Das ist durchaus ein valides Beispiel für eine etwas komplexere Anforderung, welche mit dem PIVOT Operator recht einfach umgesetzt werden konnte.

Samstag, 12. Oktober 2013

NRW Conf 2013 – Folien zu meiner Session

Anbei meine Folien zu meinem Vortrag auf der NRW Conf 2013 in Wuppertal.

Das Event war wieder (war das dritte Mal als Sprecher dabei) ein voller Erfolg! Kann es jedem Entwickler nur empfehlen!

Vielen Dank an die Teilnehmer meiner Session! Ihr seid gut mitgegangen, es war mir eine große Freude. Hoffe sehr, dass ich einige von Euch mehr als nur neugierig machen konnte auf die Möglichkeiten der SQL Server System Views.

Auf einige Beispiele werde ich in weiteren Posts noch eingehen. Das DDL Trigger Beispiel habe ich schon gepostet und als Video festgehalten.

Freitag, 4. Oktober 2013

SQL Server DDL Trigger – Nachverfolgung der Erstellung von Indizes

Eine durchdachte Indizierung ist ein wesentlicher Bestandteil einer optimierten SQL Server Lösung. Dazu habe ich auch schon öfter etwas geschrieben:

Hypothetischer Index im SQL Server, jetzt endlich auf Video festgehalten

Indizes? Haben wir doch schon längst! Lassen Sie uns nun bitte zu den echten Tuning Methoden kommen.

Wie messe ich eigentlich den Erfolg der Optimierung einer SQL Abfrage?

Und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass man häufig eine Reihe von Indizes “ausprobiert” auf dem Weg zum optimalen Ausführungsplan für einen definierten Workload.

Doch am Ende eines Tages kommt dann leicht Katerstimmung auf, weil zwar die Workload deutlich optimiert wurden, nur haben wir gleich noch welche Indizes angelegt bzw. überarbeitet? Denn wir haben im SQL Server Management Studio unterhalb der Tabellen schön verteilt die Indizes liegen. Ein Überblick fehlt. Und eine Abfrage von sys.indexes bringt uns auch nur bedingt weiter.

Und nicht jeder hat eine third-Party Anwendung mit Repository, Deployment, Abgleich usw. auf dem Kundenrechner.

Hier ein kleiner Tipp aus meiner Praxis. Nutzt einfach einen DDL Trigger. Nun nicht gleich die Nase rümpfen. Trigger ist nicht gleich Trigger und ich meine keinen DML Trigger, welcher auf Änderungen in den eigentlich Daten anspringt, sondern einen Data Definition Trigger, welcher auf Schema Änderungen reagiert. Und ein Create, Alter oder Drop Index ist eine Änderung am Schema.

Anbei ein kleiner Cast, in dem ich die Vorgehensweise einmal demonstriere.

Mittwoch, 25. September 2013

NRW Conf 2013 in Wuppertal

Wie die Zeit rennt. Es ist schon wieder ein Jahr her, dass ich bei der NRW Conf in Wuppertal dabei war. Nun steht sie schon wieder vor der Tür. Am 10. & 11. Oktober ist es soweit! Und ich darf wieder als Sprecher dabei sein mit einem Microsoft SQL Server Thema.

Da die NRW Conf eher für die Entwickler unter uns gedacht ist, werde ich dieses Jahr die Data Management Views (DMVs) speziell für Entwickler aufbereiten und eines meiner Coaching Modelle vorstellen, wie man sich die wichtigsten DMV/DMFs merken kann. Auswendiglernen steht also auf dem Programm. Zwinkerndes Smiley

Hier der Session Abstract:

“In dieser Session lernen Entwickler alles Wichtige über die Data Management Views und Functions des SQL Servers. Damit endlich das lange Suchen nach der "richtigen" DMV Query im Internet ein Ende hat, wird im Detail und anhand von Beispielen live gezeigt, wie Performance Probleme analysiert werden können. Des Weiteren werden die Catalog Views des SQL Servers erläutert, um diese mit den DMVs zu verbinden. Das Motto der Session ist: Suchen war gestern, ab jetzt schreibe ich mir die Abfragen einfach selbst!” Level 300 ! Da ich ein wenig Erfahrung mit dem SQL Server voraussetze.

Möchte noch mal die Gelegenheit nutzen und Werbung machen für dieses wirklich sehr gelungene Veranstaltungsformat. Die Reise lohnt sich auch für potenzielle Teilnehmer, welche nicht aus der Region NRW kommen.

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Dienstag, 24. September 2013

2. Microsoft Innovationstag Nord - Integrierte Lösungen in der Öffentlichen Verwaltung

Und da sage mir mal einer, dass Microsoft keine innovativen Veranstaltung in den Norden bringt! Es steht der 2. Microsoft Innovationstag NORD an! Und zwar am 22. & 23. Oktober 2013 in der Microsoft Niederlassung Hamburg. Es handelt sich dabei um ein Event extra für die Öffentliche Verwaltung und ist für die Teilnehmer kostenfrei!

Wir (die PSG GmbH) sind selbst vor Ort als Partner und füllen an den beiden Tagen jeweils einen der fachlichen Vorträge mit Erfahrungsberichten über unsere Finanzcontrolling Projekte in der Öffentlichen Verwaltung (u.a. zahlreiche Bundesbehörden).

Anbei der Einladungstext von Microsoft:

“In spannenden Diskussionen, Vorträgen und praktischen Demonstrationen mit Experten von Microsoft und Partnern wird im Rahmen des 2. Microsoft Innovationstages NORD in Hamburg am 22. und 23.Oktober 2013 der Einsatz moderner Technologien in der Öffentlichen Verwaltung erörtert.

Erfahren Sie dabei aus erster Hand,

  • wie innovative Lösungen in vorhandene Infrastrukturen, Verwaltungsprozesse und bekannte Desktop-Werkzeuge wie Office und Outlook integriert werden.
  • wie Business Intelligence-(BI-)Lösungen Daten aus unterschiedlichen Datenbanktechnologien vorhandener Fachverfahren in neuen Dashboards darstellen und dadurch die Fachverfahren aufwerten.
  • wie strukturierte und unstrukturierte Daten aus verschiedenen Quellen von einer zentralen BI-Lösung zusammengeführt, ausgewertet und interpretiert werden.
  • wie eine sichere und wirtschaftliche Cloud-Nutzung in der Öffentlichen Verwaltung aussehen kann.
  • wie eine moderne Test- und Entwicklungsumgebung alle Möglichkeiten der effizienten und schnellen Zusammenarbeit nutzt.

Nutzen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie mit unseren Partnern und Lösungsexperten ausführlich und individuell über die gezeigten Referenzlösungen. Zudem besteht in den Pausen die Möglichkeit, die neusten Windows 8 Devices kennenzulernen. Der Nachmittag besteht jeweils aus zwei parallelen Vortragsreihen: Wählen Sie nach Ihren persönlichen Interessen aus Vorträgen zu einem technischen und einem fachbezogenen Themenkomplex mit praktischen Beispielen und in Begleitung von Microsoft Partnern.

Aufgrund der limitierten Teilnehmerzahl und der großen Zahl von Interessenten aus der Öffentlichen Verwaltung wird der 2. Microsoft Innovationstag NORD an zwei Terminen mit jeweils identischer Agenda stattfinden. Um eine frühzeitige Anmeldung wird gebeten. “

ANMELDUNG für Dienstag, 22. Oktober 2013

ANMELDUNG für Mittwoch, 23. Oktober 2013

Dienstag, 3. September 2013

Hamburger SQL Server Usergroup (PASS Deutschland e.V.) Treffen im September 2013

Es ist wieder soweit. Die Einladung für das Treffen der Hamburger SQL Server Usergroup Hamburg (PASS Deutschland e.V.) ist raus.

Wir treffen uns am 11. September 2013 um 18:30 bei:

Microsoft Deutschland GmbH
Geschäftsstelle Hamburg
Gasstraße 6a
22761 Hamburg

Kostenlose Parkplätze befinden sich hinter dem Gebäude. Der Parkplatz ist
über die Rampe mit dem Schild "Microsoft Kunden" erreichbar. Nur wenige Minuten zu Fuß ist der S-Bahnhof Bahrenfeld entfernt (S1/S11).

Wir haben einen externen Vortrag und zwar “SQL Attack..ed – Angriffsszenarien auf SQL Server. Fokus: Webapplication und Netzwerk-Layer” von Andreas Wolter. Andreas ist einer wenigen MCMs weltweit.

“Wir haben wieder einen externen Vortrag und zwar “SQL Attack..ed – Angriffsszenarien auf SQL Server. Fokus: Webapplication und Netzwerk-Layer” von Andreas Wolter. Obwohl SQL Server kann als "secure by default" gelten darf, sind das am häufigsten erfolgreich angegriffene Ziel die Daten, die in der Datenbank liegen. Die meisten der ausgenutzten Schwachstellen in einer SQL Server Umgebung sind auf Miss-konfiguration, schwache Sicherheitseinstellungen oder ungenügende Programmierpraktiken zurückzuführen. In dieser rein Demo-basierten Session werden verschiedene Angriffsszenarien mittels fortgeschrittener SQL-Injection Beispiele demonstriert. Mit dabei auch eine sogenannte „privilege elevation“ Attacke, gestartet über ein unzureichend gesichertes Frontend. Außerdem sehen wir, wie sich der SQL Server darstellt, wenn man einmal ins Netzwerk vorgedrungen ist. Hinweis: Es geht nicht um eine Anleitung zum „Hacken von SQL Server“, sondern um eine Sensibilisierung für die Thematik.”

Wir bitten um eine vorherige Anmeldung per Email an: slo@sqlpass.de, damit wir die Größe des benötigten Konferenzraums vorher abstimmen können. Es haben sich schon einige Teilnehmer angemeldet.

Freue mich auf noch mehr!