Donnerstag, 7. Februar 2008

Was ist BizTalk? Teil 2

Die Lingua franca für diesen Austausch von Informationen ist das gute alte XML. Damit ist gemeint, dass JEDE Information, die über einen BizTalk ausgetauscht werden soll, intern im BizTalk zu XML wird. Auf der anderen Seite heißt das aber nicht, dass jetzt nur XML rein bzw. raus kommt aus so einem BizTalk. Das können ganz beliebige Formate, Datenbanken und Anwendungen sein. Nur intern arbeitet der BizTalk mit XML! Für die Umwandlung von einem Format auf ein anderes Format übernimmt dann XSLT. Dieser Weg über XML lässt viele Entscheider vor einem BizTalk zurückschrecken, da hier ein unnötiger Mehraufwand vermutet wird. Doch genau hier spielt er eine seiner Stärken aus! Des Weiteren trennt der BizTalk Server von seiner technischen Architektur her strickt das Format von Daten und die Quelle aus der die Daten kommen. Eine Quelle wird im BizTalk als Adapter bezeichnet. Es gibt Adapter für Web Services (SOAP & co), für Dateifreigaben (CIFS), für diverse Datenbanken, für Mailsysteme, für SharePoint Listen und für Anwendungen (z.B. SAP, Siebel, Navision, Axapta). Sofern kein passender Adapter verfügbar sein sollte, lässt sich mit .net Werkzeugen einer entwickeln.

Fassen wir also kurz zusammen:

  • Daten kommen rein über einen Adapter
  • Die Daten sind bereits ein XML Dokument oder werden zu einem XML Dokument "gemacht"
  • Das XML Dokument wird innerhalb des BizTalk verarbeitet und in die Richtung des "Ausgangs" bewegt
  • Das XML Dokument wird entweder umgewandelt in ein anderes Format oder bleibt wie es ist
  • Es verlässt den BizTalk Server wieder über einen Adapter

Eigentlich ganz einfach, oder? Eine interessante Frage ist nun wofür eine solche Integrationslösung im Alltag überhaupt zu gebrauchen ist.

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